Warum? Wieso?ICH GING NIE GERADEAUS, ABER IMMER VORAN

Im Oktober 1964 unter dem bürgerlichen Namen Ralf Hildebrand in Oberhausen geboren, absolvierte ich nach Abschluss der Realschule eine Ausbildung zum Fernmeldehandwerker bei der Deutschen Bundespost. Eine sehr gute Ausbildung, die mir half, weitreichende handwerkliche Fähigkeiten zu entwickeln.

Nach einigen Umwegen entschied ich mich jedoch, meine Zukunft in der Werbebranche zu suchen, in die ich 1987 zum ersten Mal hineinschnupperte. Das hat recht gut funktioniert – noch heute bin ich als Werber selbstständig, wobei ich zwischenzeitlich viele Jahre als angestellter Texter in namhaften Werbeagenturen gearbeitet habe. Bereits vor meiner ersten Festanstellung verdiente ich meinen Lebensunterhalt größtenteils als freier Werbetexter, was eher ungewöhnlich ist. Aber bei mir eben nicht.  

Zum Texten kam dann recht schnell die Grafik hinzu und bald auch die Fotografie. Lange Zeit – mehr als 25 Jahre – bot mir die Werbebranche neben den Brötchen ein befriedigendes Ventil für meine Kreativität. Was mich allerdings seit langem störte, war, dass ich die vielen Ideen, die ich "privat" im Kopf hatte – und die täglich mehr wurden – aus Zeitmangel nicht umsetzen konnte.

In mir reifte eine gewisse Unzufriedenheit, und wie immer, wenn der Leidensdruck zu hoch wird, beschloss ich, zu handeln. Ich wurde Künstler.

Nein, nein, so einfach ist es natürlich nicht: Künstler bin ich schon sehr lange. Aber zuerst wusste ich es nicht, und als es mir klar wurde, hatte ich Verpflichtungen, die mich davon abhielten, die Kunst zum Beruf zu machen oder überhaupt auszuüben – außer im Kopf. Das reichte mir irgendwann einfach nicht mehr, und so brach sich der Wunsch nach kreativer Betätigung ohne Vorgaben und Einschränkungen – in vollkommener, künstlerischer Freiheit eben – Bahn. Seitdem realisiere ich Projekte und habe die "Schublade" voller Pläne.

Mit der Malerei beschäftige ich mich erst seit Anfang 2014. Da mir in der Schule beigebracht wurde, dass ich das nicht kann, habe ich mich viele Jahre nicht hierzu berufen gefühlt. Andererseits ist mir schon vor längerer Zeit aufgegangen, dass ich deutlich intelligenter bin, als viele meiner ehemaligen Lehrer. Und dass deren eingeschränkte Offenheit für Ideen und Fähigkeiten abseits des Lehrplans für etwas kreativere Schüler eher weniger förderlich ist. Insbesondere der Kunstunterricht ist (zwangsläufig) sehr subjektiv geprägt. Nur, dass die meisten Lehrer nicht ehrlich zugeben, dass etwas nicht ihrem Geschmack entspricht, sondern dass sie ihre persönliche Meinung zum Fakt erheben. Meine häufigste Note bei einem bestimmten Lehrer war deshalb auch "Kack!".

Ich habe also einfach mal losgelegt – und war fast augenblicklich in der Lage, meine Gedanken und Ideen so umzusetzen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ein sehr schönes Erlebnis, das sich durch Hinzuziehen eines Testpublikums bestätigte. Was nicht bedeuten soll, dass ich jetzt glaube, mich mit einem van Gogh vergleichen zu können, was die handwerklichen Fähigkeiten und Techniken betrifft. Ich versuche das auch gar nicht, denn wenn es um eine realistische Darstellung geht, werde ich die Fotografie immer vorziehen. Vergleiche mit dem einen oder anderen namhaften zeitgenössischen Künstler ergeben da schon mehr Sinn. Hier kommt man schnell zu der Erkenntnis, dass die individuelle Wahrnehmung des Betrachters die entscheidende Rolle spielt. Und das ist gut so.

Nun bin ich bereit, in die Öffentlichkeit zu treten und mich ihrem Urteil zu stellen. Und auf Ihres bin ich besonders gespannt!

 

Noch etwas: Wenn Sie wissen möchten, wie ich über Kunst und Gott und das Universum denke, lesen Sie einfach meine Gedanken. Das klingt schwieriger, als es ist: klicken Sie einfach oben rechts auf "Gedanken"...